Wegkreuze in und um Rodalben

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Allerheiligen 1760 und das Steinkreuz

(Vinzenz Bernhard)

Für die Hilfe bei einer Viehseuche wurde von Rodalber Bauern an der Wegegabelung Bergstraße-Fohnbach ein steinernes Wegekreuz errichtet. Es wurde mit Genehmigung des badischen Markgrafen Ludwig Georg von Ortspfarrer Antoine an Allerheiligen 1760 eingeweiht.

Aber das Steinkreuz am Fohnbachweg sollte nicht lange erhalten bleiben. Schon 1793 wurde es von den ersten Eindringlingen der Französischen Revolution niedergerissen und laut Aussage von Heimatforscher Eugen Matheis nie wieder aufgebaut. Ein Teil des Oberkörpers von dem Steinkorpus, ohne Arme, jedoch mit dem Kopf des Gekreuzigten, soll in einem Bauernhaus in Rodalben gegenüber der alten Kirche noch 1930 aufbewahrt worden sein. Die Suche danach blieb lange vergebens.

Bei einem Besuch im Pfarrhaus St. Josef habe ich einen Torso -wie oben beschrieben - in der Eingangshalle entdeckt, wo er in die Wand eingelassen ist. Beim Dienstantritt von Herrn Pfarrer Weber war dieses historische Stück bereits vorhanden, zu Zeiten von Herrn Pfarrer Ackermann war an dieser Stelle noch ein kleines Schaltertürchen von der Küche aus auf den Flur.

Eine Anfrage bei Herrn Pfarrer Schwarz hat ergeben, daß bei Aufräumungsarbeiten im Turm der alten Kirche der Rest von einem alten Steinkreuz gefunden und im Pfarrhaus abgeliefert wurde, als Herr Pfarrer Schwarz gerade diese Schalteröffnung zumauern lassen wollte. Er ließ dieses altehrwürdige Relikt an der Stelle einsetzen, wo es seine dekorative Wirkung heute noch erfüllt Von der Herkunft des Corpusteiles konnten sich alle Beteiligten keine Vorstellung machen.

Auf Grund aller obiger Angaben liegt die Vermutung nahe, daß der in der Vorhalle des Pfarrhauses St. Josef angebrachte Christuskopf der einzige Überrest ist von dem Steinkreuz, das unsere Vorfahren aus Dank für das Abklingen jener Viehseuche als Wegekreuz an der Gabelung Hohl und Fohnbach an Allerheiligen aufgestellt und eingeweiht haben.

 

Horberg, Kindergarten St. Pius

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Hauptstraße - Leiterstalstraße

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Errichtet und geweiht zur Heiligen Mission am 24. April 1895.
Diese Pfarreimission wird auch in den Pfarrbüchern von Pfr. Dr. Stephan Lederer erwähnt.
Inschrift: „Wahrlich dieser war Gottes Sohn ( Matthäus 27,54)“

 

Friedenskreuz Friedof Leiterstal

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Errichtet im Jahre 1914.

Seit 17.02.1963 steht es über der Ruhestätte von Herrn Prälat und Dekan Josef Ackermann, 1927 - 1963 Pfarrer in Rodalben

 

 Mahnkreuz  Friedhof Leiterstal

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Errichtet 1959 für die Opfer des 2. Weltkrieges

 Hölzernes Kreuz
Wegkreuz an der alten Straße Rodalben - Clausen, errichtet 1738

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Gebetsstätte „Am Hölzernen Kreuz“ über 200 Jahre verbrieft.

(aus: Edmund Heringer, Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 1985)

Erste geschichtliche Eintragungen über das ,,Hölzerne Kreuz" sind 1784 von dem Gräfersteiner Amtsschreiber Karl Caspar Koelsch überliefert. Er berichtet, daß am zweiten Weihnachtstage des Jahres 1784, am Feste „St. Stephany“, bei günstiger Witterung am Waldweg, der nach Clausen und „Donseithers“ führt, an Stelle des verwitterten hölzernen Kreuzes ein neues Kreuz aus Eichenholz mit einem lebensgroßen ,,Christus-Korpus" eingeweiht wurde.

Den feierlichen Weiheakt vollzog mit Erlaubnis des Metzer Bischofs sowie des Amtmannes Ludwig Wagner von Frommenhausen, PfarrerJohannes Sebastian Peifer im Beisein vieler Gläubiger.

Diese erste Erwähnung zeigt die Wichtigkeit, der dieses Ereignis vor rund 200 Jahren beigemessen wurde. Schon Jahrzehnte vorher stand hier ein hölzernes Kreuz zur Verehrung des Leidens Christi. Die Gemarkung erhielt darum die Bezeichnung ,,Am Hölzernen Kreuz".

Warum stand hier das Kreuz - nur Wegmarkierung -?

Die Geschichte berichtet:

,, Daß dort an dem Weg nach Clausen, lange, bevor noch eine Straße gebaut war, ein dichter Wald stand, der in den Nachtstunden unheimlich anmutete. Ein Mädchen von Clausen, dessen Mutter schwer krank darniederlag, mußte nach Rodalben, den Arzt holen. In der nebligen Nacht trug das Mädchen ein Öllämpchen, das aber nur knapp meterweit leuchtete. Da plötzlich stand ein Unhold im Weg. Das Mädchen schleuderte ihm die Laterne ins Gesicht und verkroch sich rasch in das Gebüsch. Der Unhold tobte und suchte nach dem Mädchen, konnte es aber nicht entdecken. Stunden mußte das Mädchen im Gebüsch betend zubringen, bis der Unhold weiterzog. Trotz dieser Schwie-rigkeit, konnte das Mädchen den Arzt noch frühzeitig erreichen und die Mutter wurde gerettet. Am Ort dieses Geschehens wurde ein „Hölzernes Kreuz“ errichtet.''

 

 Kreuz vor der Maria-Trost-Kapelle

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Die Inschrift lautet übersetzt:

„Wir aber müssen uns glücklich schätzen im Zeichen unseres Herrn Jesus Christus, in dem Heil, Leben und unsere Auferstehung ist. Dieses Kreuz ist den Wohltätern der Pfarrei Rodalben unter Pfarrer Bold errichtet worden.
Anno 1820.“

 

 Wegkreuz Lindersbach- Fichtenstraße

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Errichtet 1756 Ecke Hauptstrasse/Lindersbachstrasse bei der dort gelegenen Kapelle Maria-Trost; renoviert 1806; 1980 an den heutigen Standort  versetzt.
Inschrift: „O CRUX AVE SPECIA VINCA ANNO 1756“

 

 Schwallbornanlage

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Errichtet als Wegkreuz 1882

Inschrift vorne: „Oh Ihr alle die ihr an dem Wege vorübergeht, betrachtet doch und sehet, ob ein Schmerz sei, der meinem Schmerze gleiche.“
Inschrift rechts: „Gelobt sei Jesus Christus für seinen bittren Tod, ach hilf uns in der letzten Not zum ewigen Leben. Amen“.
Inschrift links: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? In deine Hände befehle ich meinen Geist“.

 

 Neuhofstraße - Brunnenstraße

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Errichtet 1848 als Wegkreuz von Johann Adam Lutz.
Inschrift: „In hoc signo vinces“ (In diesem Zeichen wirst du siegen).

 

 Friedhof Neuhof

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Errichtet 1925 von Johann Lutz

 

 Neuhofstraße - Neulandstraße

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Errichtet 1903 als Wegkreuz von Andreas Mansmann und Katharina Vogt.
Inschrift: „Oh Ihr alle, die ihr vorübergeht, seht, ob ein Schmerz gleich sei meinem Schmerze“

 

 Wegkreuz bei der „Horse-Shoe-Ranch“

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Erreichbar über Neuhofstraße, Brunnenstraße, bei der Abzweigung „Im Sommerfeld“ den Waldweg geradeaus nehmen.

 

 Missionskreuz - Marienkirche

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Errichtet 1771 im Rahmen einer Volksmission des Bistums Metz unter Pfr. Pfeifer.
Die Jahrszahl 1884 am Stamm des Kreuzes erinnert an eine weitere Mission unter Pfr. Dr. Lederer.

 

 Sockel am Missionskreuz der Marienkirche

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"Zur Vorbereitung und würdigen Gestaltung des Heiligen Jahres 2000 wurde im Pfarrgemeinderat St. Josef Rodalben vieles besprochen und angeregt. Schon früh kam der Gedanke auf, die Bedeutung dieses großen Jubiläumsjahres durch die Errichtung eines Kreuzes zu unterstreichen. Die Verwirklichung dieser Idee stieß allerdings auf vielerlei Schwierigkeiten: etwa die Frage des Standortes, der künstlerischen Gestaltung und nicht zuletzt der Finanzierung.

Schließlich wurde der Grundgedanke modifiziert: wir besannen uns auf das bereits seit über zwei Jahrhunderten bestehende Kreuz am Turm der Marienkirche, das sich ja gut sichtbar im Zentrum unserer Stadt befindet. Dessen Sockel wurde mit dem Motto und Signet des Heiligen Jahres neu gestaltet." (Pfr. Josef D. Szuba)